„Kraut & Ruibn“ mit Wolfgang Nöckler

Aus Langweilig macht Wolfgang Nöckler ein Kurzweilig. Er gestaltete einen sehr abwechslungsreichen Poetry-Slam in der Bibliothek. Mit viel Witz und Humor trug er uns seine Texte vor, dabei lockerte er immer mit Musikstücken auf. Vielen Dank für die gelungene Vorstellung.

Ich hatte noch nie so viel Spaß an Lyrik wie bei dieser Lesung. Du hast einen ganz besonderen Stil und bist ein sehr gelassener und lockerer Mensch. Ich finde jeder hat einen eigenen Stil zu schreiben, deshalb sind vor allem lyrische Texte in Schularbeiten schwer zu benoten.
Ich finde die Art und Weise wie du das machst als eine Botschaft, frei zu sein ohne gewertet zu werden, und das, finde ich, ist bei Kreativität sehr wichtig.

Anders als sein Aussehen vermuten ließ, handelte es sich bei der heutigen Lesung nicht um Erzählungen aus dem Leben eines headbangers/Kreischmusikfanaten sondern um die Vorstellung von literarischen Texten, Gedichten, sprachlich qualitativen Liedern und Ausschnitten von Lebensansichten. Seine gleichermaßen kraftvolle und beruhigende Stimme ließ die Zuhörer verstummen und sein Witz und die lockere Ausstrahlung hinterließen in einem ein angenehmes Gefühl, welches unter anderem auch vom Schulalltag ablenke. Die Wörter wurden Bilder und die Bilder blieben im Kopf. Gegensätze und Gleiches in einem, von hier und anderswo war alles dabei.

Mit seinen Gedichten wollt er uns zum Nachdenken anregen. Die Texte enthielten oft witzige Passagen und waren sehr überzeugend. Mir hat diese Vorstellung sehr gut gefallen.

Am Dienstag, den 17. April fand eine Lesung in der Schulbibliothek Verdistraße statt. Wolfgang Nöckler berichtete dort über sein Leben und Schaffen als Dichter und Lyriker, trug einige seiner Gedichte und Poetry Slams vor und sang zwischendurch sogar manche seiner Texte in Begleitung von Gitarre vor. Das Besondere an Nöcklers Werken ist es, dass immer wieder der Ahrnthaler Dialekt zum Vorschein kommt. Jedoch fiel es einem nicht immer leicht, diesen zu verstehen. Die Themen sind dabei sehr weitläufig und reichen von einer miauenden Katze, der man alles verzeiht, bis zu ernsteren Themen wie Armut und Umwelt.
Durch seine klare Aussprache und Freude am Vortragen fiel es uns leichter, die Gedichte zu verstehen. Außerdem merkte man in Nöcklers Vortragsweise die Liebe zu seinem Schaffen als Lyriker. Er verarbeitet Gefühle und Situationen seines Lebens mit Worten und schafft so besonders authentische Werke. Zum Schluss stellten einige Schüler Fragen und so konnte man sein Handwerk besser verstehen. Wolfgang Nöckler gab uns auch Tipps, wie man selbst Texte schreiben kann und ermutigte uns, es auch auszuprobieren. Denn die besten Texte entstehen oft auch aus Fehlern.

…Sehr spannend war, dass der Autor seine Arbeit mit seinem Privatleben vereint, indem er Erlebnisse oder andere Ereignisse im Schreiben verarbeitet. Es war eine gelungene Lesung.

Mit seiner ruhigen, sympathischen Art und seinen ausdrucksstarken Worten hat uns Wolfgang Nöckler auf eine Reise in die Südtiroler Lyrik mitgenommen. Die Kombination aus Gedichten, Peotry-Slam-Texten und Liegern sorgte für eine entspannte und kurzweilige Stimmung. Dabei legte er sehr viel Wert auf Rhythmus und den Einfluss des Südtiroler Dialekts. Es war eine gelungene Lesung, bei der wir sicher viel mitnehmen konnten.

…Sehr imposant war vor allem die von ihm hergestellte harmonische und poetische Verbingung von Lyrik und Musik. Die Lesung ist sehr empfehlenswert für Jugendliche aller Altersgruppen, da sie einen neuen Einblick in die Südtiroler Literatur ermöglicht.