Die Bühne der Tatsachen liest "Stadtbilder"

Schülerinnen und Schüler, die am Projekt Lesebühne teilgenommen haben, begeisterten das kleine, aber feine Publikum, das sich zur Premiere in der Aula eingefunden hatte, mit literarischen Texten zu den verschiedenen Facetten des Großstadtlebens. Der Blick auf die Stadt war ein melancholischer, der Müllmann, der „nichts sucht und viel findet“ schenkt den wertlosen Dingen Beachtung, diese Dinge „erzählen Geschichten aus alter Zeit. Von Liebe und Hass, Zorn, Angst und Leid.“ Der Wunsch, der Begrenzung zu entfliehen, war ein weiteres Thema in den selbst verfassten Schülertexten: „Stellst du dir auch manchmal vor, fliegen zu können? Einfach die Flügel ausbreiten und dich mit der Luft treiben lassen. […] Sich tragen lassen in diesem scheinbar unendlichen Raum. Nach den Sternen zu greifen und den Mond näher heranzuziehen. Alle Sorgen am Boden zu lassen. Weg vom Alten und Vertrauten, hinein in das Abenteuer […]“. „“Hier ist diese Bank, dieser Stuhl, diese Klasse, diese Schule, diese Straße, diese Stadt. Hier ist, wo ich nicht sein will“.

Bereits im Juni des Vorjahres ist der Wunsch geäußert worden, dass es eine Fortsetzung der Lesebühne geben solle. Im Herbst haben sich interessierte Schülerinnen und Schüler getroffen und unter der Leitung von Bertrand Huber und der Meraner Regisseurin Stefanie Nagler am Konzept gearbeitet. Zu Beginn des 2. Semesters wurde in Form eines Werkstattunterrichts, der von Maria Kiem, Brigitte Siebenförcher und Waltraud Thuile betreut wurde, fleißig geschrieben. Stefanie Nagler hat die Texte arrangiert, die SchülerInnen im Einzelunterricht auf das Sprechen vorbereitet und zeichnete verantwortlich für die Inszenierung. Joschua Ottaiano und Michael Moser haben die Darbietung musikalisch umrahmt.