Lesung mit Helmut Luther

Dieses Tagebuch und die Guida dell’Africa Orientale Italiana, die 1938 als eine Art Handbuch für italienische Soldaten und Geschäftsleute konzipiert worden war, begleiteten Helmut Luther auf seiner Spurensuche längs der „Strada della Vittoria“, welche die Städte Asmara und Addis Abeba verbindet. Die Länder sind heute so stark verfeindet, dass der Autor nicht direkt von Eritrea nach Äthiopien einreisen konnte, sondern zuerst einmal nach Hause fahren musste.

Eritrea war bereits im auslaufenden 19. Jahrhundert eine italienische Kolonie. Von dort startete Mussolini 1935 seinen Angriff auf das ostafrikanische Kaiserreich Abessinien, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht kolonialisiert war. Der Krieg, bei dem auch Giftgas eingesetzt wurde, endete dann im Mai 1936. Mussolini rief in Äthiopien und Eritrea ein Imperium aus, die Kolonie Italienisch Ostafrika und ließ dort im Stil des Futurismus ein weitläufiges Straßennetz mit Brücken und Galerien bauen.

Die Klasse 5A/so analysierte im Deutsch-Unterricht mit ihrer Lehrkraft Irmgard Kiem Auszüge aus der Reisereportage. Die beiden Schülerinnen Maria Mairhofer und Sophie Holzner haben ausgewählte Passagen vorgelesen, zu denen der Autor dann interessante geschichtliche Hintergrundinformationen und Details und auch aktuelle Fotos von seinem Aufenthalt in Eritrea und Äthiopien geliefert hat.