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LBA - Pädagogisches Gymnasium - Sozialwissenschaftliches Gymnasium

Die Lehrerbildungsanstalt Meran

Nachdem die deutsche Lehrerbildungsanstalt in Bozen im August 1924 von den faschistischen Machthabern aufgelöst worden war, wurde im Herbst 1945 – als erste Höhere deutsche Schule – die Lehrerbildungsanstalt in Meran errichtet und im Haus der Englischen Fräulein am Sandplatz untergebracht. Da die Räumlichkeiten allmählich den Anforderungen nicht mehr entsprachen, wurde im Frühjahr 1960 mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes an der Ecke Verdi-/Galileistraße begonnen. Am 6. Mai 1965 wurde der neue Sitz von Bischof Joseph Gargitter gesegnet. 1968 erhielt die Schule den Namen „Josef Ferrari“ nach dem Pionier der deutschen Schule in Südtirol, der sich besonders um die Ausbildung der Grundschullehrer große Verdienste erworben hatte.
Die Schule wuchs schneller als gedacht. In den 1970er Jahren mussten viele Klassen außerhalb des Hauses unterrichtet werden. 1974 wurde daher der Schule je eine Außenstelle in Brixen und Bruneck angegliedert, die 1976 bzw. 1978 selbständige Anstalten wurden.
Um die angehenden Grundschullehrer für ihren Beruf besser auszubilden, um sie neben der Vorbereitung auf den Lehrberuf auch für außerschulische pädagogische und soziale Berufsfelder zu sensibilisieren und ihnen die Fortsetzung ihres Studiums an einer Hochschule zu ermöglichen, wurde im Schuljahr 1986/87 der große Schulversuch „Fünfjährige Lehrerbildungsanstalt“ eingeführt. Parallel zum fünfjährigen Lehrgang musste auch noch der vierjährige Lehrgang angeboten werden, für den sich aber bald nicht mehr genügend Schüler meldeten. Im Schuljahr 1990/91 legten die letzten Schüler der vierjährigen Lehrerbildungsanstalt die Lehrbefähigungsmatura ab.
Da die Ausbildung der Grundschullehrer an die Universität verlegt wurde, verlor die Schule ihre primäre Aufgabe als Ausbildungsstätte für Grundschullehrer und wurde daher mit Beginn des Schuljahres 1998/99 in ein „Pädagogisches Gymnasium“ umgewandelt, in eine allgemeinbildende Oberschule mit den Schwerpunkten „Sozialwissenschaften“, „Musik“, „Kunst und Musik“. Die bereits eingeschriebenen Schüler des fünfjährigen Schulversuchs konnten bis 2002 ihre Ausbildung mit der Lehrbefähigungsmatura abschließen. Somit schlossen im Schuljahr 2001/2002 die letzten Maturanten die Schule mit der Lehrbefähigung für den Unterricht in den Grundschulen ab. Die Bezeichnung „Lehrerbildungsanstalt“ verlor damit ihre Berechtigung.
In den Jahren 2001 und 2002 wurde das Schulgebäude grundlegend saniert und neu eingerichtet.

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