EUROPA – bloß eine mythologische Figur?

Das zweitägige Seminar bestand aus kreativen sowie philosophischen Aktivitäten über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Europas. Wir Schülerinnen und Schüler der Klasse 2A des Klassischen Gymnasiums und Sprachengymnasiums „Beda Weber“ begaben uns auf eine Spurensuche, deckten Mängel der Europäischen Union auf und schufen uns persönliche Zukunftsbilder.

Anfänglich haben wir uns intensiv mit den negativen Aspekten Europas beschäftigt; Themen, die häufig aufgegriffen worden sind, waren: Flüchtlingspolitik, Aufschwung der rechtsradikalen Parteien, wenig Zusammenhalt der Staaten innerhalb der EU, oft sinnlose Politik und Gesetze. Anschließend haben wir eine „TOP 5“ der von uns ausgewählten negativen Aspekte Europas in Gruppen ausgearbeitet und präsentiert.

Zwischendurch betätigten wir uns mit Aktivitäten zur Förderung des Teamgeistes und der Klassengemeinschaft. Dabei lernten wir, Konflikte über Dialoge zu lösen und Kompromisse einzugehen.

Nach dieser sogenannten „Meckerphase“ durften wir unserer Phantasie freien Lauf lassen und kreierten verschiedene Utopien eines Europas der Zukunft.

In der Endphase des Seminars versuchten wir uns in Kleingruppen in das Europa des Jahres 2030 zu versetzen. Wir stellten dies realistisch in kleinen Theaterszenen dar. Es kamen vielfältige Ergebnisse zustande, von einem fortwährenden Europa bis zu einem anarchistischen Erscheinungsbild unseres Kontinents.

Die Beteiligten, Schüler genauso wie die anwesenden Professoren, fanden das Projekt sehr aufschlussreich und informativ. Abschließend kamen wir zur Erkenntnis, dass Europa zwar einige Mängel aufweist, uns jedoch einen hohen Lebensstandard verschafft. Wir sind glücklich diesen Kontinent unsere Heimat nennen zu dürfen.