Ein Schuljahr im Ausland

 „Ich bin dann mal weg!“ Ein ganzes Schuljahr im Ausland verbringen, das ist die Chance, die von vielen Schüler*innen ergriffen wird – Tendenz steigend.

In den letzten Jahren haben viele Schüler*innen die Gelegenheit wahrgenommen, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen. Die Heimkehrer*innen schwärmen meist vom besten Jahr ihres Lebens. Doch ein Schuljahr im Ausland ist kein Abenteuerurlaub mit eingebautem Spaßfaktor, kein Sprachkurs – sondern viel mehr.

Die Planung für das Auslandsjahr beginnt meistens schon in der zweiten oder dritten Klasse. Termine müssen eingehalten werden, die Finanzierung gesichert und die Eltern oft überzeugt werden.

Für viele Schüler*innen und auch Eltern ist das ZIB (Zentrum für Information und Beratung) unserer Schule der erste Ansprechpartner, wenn es um ein Schuljahr im Ausland geht: „Wird mir das Schuljahr anerkannt?“, „Muss ich Prüfungen machen, wenn ich zurückkomme“? „Muss ich eine Aufnahmeprüfung machen?“, „Bekomme ich ein Stipendium?“, „Welches Land soll ich wählen?“, „Wieviel kostet ein Schuljahr im Ausland?“.

Den juristischen Rahmen für ein Auslandsschuljahr schafft der Beschluss der Landesregierung vom 3. Juni 2014, Nr. 658 und das Rundschreiben des Schulamtsleiters Nr. 31/2014.

Darin werden die schulspezifischen Fächer aufgelistet, die aufzuholen sind, falls sie im Ausland nicht belegt oder nicht positiv abgeschlossen worden sind. Für unsere Gymnasien sind dies folgende Fächer.

 

Sozialwissenschaftliches Gymnasium:

Humanwissenschaften

Klassisches Gymnasium:

Latein/Griechisch

Sprachengymnasium:

2. Fremdsprache (Französisch, Russisch oder Spanisch)

Kunstgymnasium/Grafik:

Grafik-Fachtheorie

 

Darüber hinaus besteht auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, Ergänzungsprüfungen in einzelnen Fächern abzulegen. Dieses Angebot wird vor allem dann wahrgenommen, wenn für ein Weiterstudium eine Mindeststundenanzahl vorgesehen ist; wie z.B. für die Absicherung des kleinen Latinums, das zu den Zulassungsvoraussetzungen für das Medizinstudium zählt.

Während des Auslandsjahres bleiben die Schüler*innen weiterhin Mitglieder der Klassengemeinschaft. Eine Lehrperson hält als Tutorin den Kontakt zur/zum Schüler*in und fungiert als Ansprechpartnerin für schulische Belange.

Das Schulguthaben für die 3. oder 4. Klasse wird auf der Grundlage der Bewertungen der Auslandsschule und unter Berücksichtigung eventueller Aufholprüfungen berechnet.

Neben zahlreichen privaten Anbietern organisiert auch die Region Trentino – Südtirol Auslandsaufenthalte. Diese vergibt Stipendien dafür. Aufgrund der COVID-Pandemie steht jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest, ob für das Schuljahr 2022/23 Stipendien ausgeschrieben werden.

Mit dem Landesgesetz vom 13. März 1987, Nr. 5. ist geregelt, wie die Provinz Bozen die Kenntnis von Fremdsprachen durch Beiträge fördert.

 

Nützliche Adressen:

Stipendien für den Besuch des 4. Schuljahres an einer Oberschule im Ausland. Region.

http://www.regione.taa.it/europa/Soggiorni_d.aspx

 

Zuschüsse für Sprachkurse. Land.

http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1006300

 

Beschluss der Landesregierung vom 3. Juni 2014, Nr. 658

http://lexbrowser.provinz.bz.it/doc/de/199577/beschluss_vom_3_juni_2014_nr_658.aspx

 

Rundschreiben des Schulamtsleiters Nr. 31/2014.

https://www.blikk.it/bildung/application/files/1714/7869/1088/Rundschreiben_16102014.pdf

 

 

Bettina Fleischmann koordiniert an den Gymnasien Meran den Bereich Auslandsschuljahr und steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Bettina.Fleischmann@schule.suedtirol.it

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Gesuchsvorlage Auslandsschuljahr