Time is runnig out!

Podiumsdiskussion zur Klimakrise

Eine Veranstaltung von GymmeGoesGreen und YouthGoesGreen

Am 22. April wurde in der Aula Magna des Gymme Meran diskutiert. Es ging um kein geringeres Thema als die bevorstehende Klimakatastrophe. Diese stellt die größte Herausforderung der Menschheit dar.

Das verdeutlichte der Mitbegründer des Klima Clubs Südtirol Thomas Egger. Er war neben Janin Höllrigl von Climate Action und Zeno Oberkofler von FridaysForFuture South Tyrol einer der drei geladenen  Experten am Podium.  

In einem aufklärenden und engagierten Impulsvortrag zu Beginn der Veranstaltung brachte Thomas Egger die Brisanz der Klimakrise auf den Punkt. Genauer gesagt ging es um den sogenannten „Klimaplan“, den das Land Südtirol im Herbst 2021 veröffentlicht hatte. Darin wird zum einen  Bilanz gezogen über die letzten zehn Jahre Klimapolitik in  Südtirol, zum anderen werden die nächsten Ziele festgelegt und beschrieben – soweit, so gut. Doch nach dieser regen Veranstaltung wurde uns klar: Dieser Klimaplan ist bei weitem nicht genug.

Konkrete Kritikpunkte, zwölf Forderungen zur Verbesserung sowie ein Maßnahmenkatalog wurden von Climate Action formuliert und der Landesregierung vorgestellt. Biologin Janin Höllrigl beantwortete bereitwillig alle Fragen zum Maßnahmenkatalog und zu den Forderungen.Einer der größten Mängel im Klimaplan war für sie beispielsweise das Fehlen jeglicher Kommunikationsstrategie, denn die Wichtigkeit und absolute Dringlichkeit des Themas sei noch immer nicht bei allen Bürger*innen angekommen. Sie stellte aber schon zu Beginn klar, dass sie nicht als Biologin da sei, sondern als Aktivistin und dass die Stimmen der Jugend genauso bedeutend seien wie ihre eigene.

Zeno Oberkofler, eine der wichtigsten Stimmen in der Klimaschutz-Bewegung in Südtirol, der sich selbst jedoch lachend als „Ökofutzi“ bezeichnete, brachte sich ebenfalls in die Diskussion mit ein. Als Klimaschutzaktivist weiß dieser natürlich wie wichtig der Druck der Gesellschaft auf die Politik ist und er bekräftigte alle Jugendlichen, sich noch stärker in das politische Geschehen einzumischen. Diese Aussage bestärkte auch Thomas Egger, indem er sagte, dass Jugendliche sich von niemandem einreden lassen sollten, „sie hätten nichts zu sagen, nur weil sie teure Sneaker oder ein gutes Handy“ besäßen. Denn nicht durch individuelle Konsumentscheidungen können wir die Welt retten – sondern durch systematische und gesellschaftliche Veränderung.  

Doch es saßen nicht nur Gäste auf dem Podium im Gymme - auch drei Schüler*innen waren Teil der Runde: Emil Beltramba (5l/sob), Malte Povic (5l/sob) und Sophia Steinegger (3d/ku) beteiligten sich mit großem Interesse am Gespräch und brachten die Perspektive der jungen Menschen in Südtirol in die Debatte ein. Die Moderation wurde von zwei motivierten Schülerinnen, Anna Steinegger (4c/som) und Lea Schwellensattl (4b/sp),  übernommen. Natürlich beteiligte sich auch das Publikum an der Diskussion, indem es Fragen und Meinungen einbrachte. Genau das war das Ziel dieses gelungen Events: eine belebte Diskussion und ein politischer Austausch zwischen den Schüler*innen und verschiedenen Experten. Es sollte auch eine Stimme an uns Jugendliche gegeben werden, eine Möglichkeit gehört zu werden, denn viele von uns haben mehr zu sagen, als uns manchmal zugetraut wird. Und natürlich ging es auch um das Zuhören, das Dazulernen und darum, neue Denkweisen mitzunehmen.

Ein reger politischer Diskurs im Bildungswesen ist unglaublich wichtig und sollte ganz praktisch gelebt werden. Dazu diente diese Podiumsdiskussion, von der jede*r im Raum etwas mitnehmen konnte. Deshalb soll diese Art von Event auch in dem nächsten Jahr fortgesetzt werden und hoffentlich zu einem festen Bestandteil des Jahresprogramms im Gymme Meran werden. Dazu braucht es selbstverständlich so viel motivierte Schülerbeteiligung wie möglich.

Wenn also jemand Interesse daran hat sich bei solchen Projekten zu engagieren, kann derjenige sich sehr gerne bei der Schülerinitiative YouthGoesGreen (334 162 8872) melden.

Um die zwölf Forderungen zur Richtigstellung des Klimaplans zu unterstützen, kann man auf https://climataction.bz/ eine Petition unterschreiben. Es braucht nur wenige Klicks und man leistet einen wichtigen Beitrag um Südtirol in Sachen Klimaschutz auf den richtigen Weg zu bringen.

Die E-Mail-Adresse von climateaction lautet: info@climateaction.bz . Das Team von climateaction sucht immer helfende Hände. Fühlt sich also jemand dazu entschlossen noch mehr im Land Südtirol für den Klimaschutz zu tun, so kann derjenige sich gerne bei dieser Adresse melden.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser Podiumsdiskussion beigetragen haben!

Sophia Steinegger