Unerhört gut!

Wow! So gut kann doch kein Musical sein, das von Schülerinnen und Schülern von Grund auf und in seiner Gesamtheit produziert und aufgeführt wird. Lehrpersonen – allen voran Martin Graber und Maria Killingseder – haben das ganze Projekt "Schoolical" zwar koordiniert und betreut und darüber hinaus auch selbst eine Menge kreative Arbeit geleistet, doch die Schülerinnen und Schüler waren überall federführend dabei – von der Grundidee über das Verfassen des Drehbuchs (Wahlpflichtgruppe 5AB) bis zu ganzen Kompositionen (Simon Öggl, Andrea Götsch), der Tanzchoreographie (Stefania Zingale), dem Bühnenbild (Klasse 5D), und sogar der Regie (Carolin Wijffels). Auch bei der Aufführung waren die Schülerinnen und Schüler die Stars – die Schauspieler, Sänger, Ton- und Lichttechniker, und natürlich auch das ganze Orchester im Bühnengraben. Der einzige Nicht-Schüler war Prof. Martin Graber, der das Orchester leitete.

Bei der vierten und letzten Aufführung am Abend des Freitag, 22. Februar 2013 war das Stadttheater zum Bersten voll. Mittlerweile hatte es sich offensichtlich herumgesprochen, dass das kein gewöhnliches Schul – Musical ist, und dass die Darbietung deutlich über das hinausgeht, was man sich normalerweise von einer Schulvorstellung erwartet.

 

Im Schoolical geht es um etliche Themen – um soziale Ungerechtigkeit, die aus der Wirtschaftskrise erwächst, die wiederum Ergebnis der Gier der Finanzwelt ist; es geht um einen Musikwettbewerb, um Unterricht und Leistungsdruck, um Intrigen, Vorurteile, Gruppendynamik, und nicht zuletzt um Freundschaft und Liebe, wobei die Liebe zur Musik zwei Schüler aus ungleichen Verhältnissen zusammenführt. Die Bankierstochter Julia verliebt sich nicht in Konstantin von Wegen aus wohlhabendem Hause, der sie mit allen Mitteln für sich haben will, sondern in  Thomas, Sohn einer Putzfrau. Der schreibt nämlich die Musik für den Wettbewerb, wobei Konstantin nichts Besseres einfällt, als sie ihm durch Erpressung seiner Mutter zu klauen.

All diese Themen werden unaufdringlich und geschickt ineinander verwoben und gekonnt in den Handlungsablauf eingebettet. Jede wichtige Rolle hat ihre Erkennungsmelodie, so dass die Zuschauer am Ende der Vorstellung, wenn die Schauspieler die Bühne nacheinander betreten, bereits vorher wissen, um wen es sich handelt, weil die Musik sie ankündigt.

Die Handlung wird in regelmäßigen Abständen durch Gesangsdarbietungen und instrumentale Musikeinlagen ergänzt. Die Sängerinnen und Sänger geben dabei ihr Bestes und runden das Schoolical mit ihrer gelungenen Performance ab.

 

Ausführende:

JULIA: Carolin Wijffels
THOMAS: Johannes Osenberg
KONSTANTIN: Julian Fischer
SCHAKÖLINE: Alessia Sommese
RICCI: Philipp Genetti
PROF ZIMMER: Nico Platter
IT-GIRLS: Carolin Gamper, Jasmin Rufinatscha,
Juliane Riedl, Stefania Zingale
LEHRER SCHUSTER: Michael Haller
LUKAS: Simon Egger
BUSHIDA: Sarah Tischler
LISA: Tanja Olivetti
FRIDA: Maria Ladurner
IGOR: Philipp Egger
JURORIN: Elisa Paulmichl
SCHÜLER: Wahlpflichtgruppe Musik 4A & 5AB

Regie: Carolin Wijffels
Regieassistenz: Maria Killingseder
Koordination: Maria Killingseder
Drehbuch: Wahlpflichtgruppe Musik 5AB,
Martin Graber
Musik: Andrea Götsch, Simon Öggl,
Martin Graber
Songtexte: Maria Killingseder, Martin Graber
Vocal Coaching: Michela Virgadaula
Choreographie: Stefania Zingale
Bühnenbild: Klasse 5D
Fotographie: Jessica Ilmer, Striebeck Oriana
Layout: Sandra Bertagnolli, Tanja Telser
Technik: Tommy Müller