FüLa - farbenfroh wie der Herbst

Als mitunter Kreativität förderndes Element des Sprachengymnasium Beda Weber verspricht FüLa mit Body Painting bzw. Gesichtsbemalung eine schulische Abwechslung der besonderen Art.        
 

Schmieren, Malen, Toupieren; dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt, wenn es heißt seinen Körper in vielfältigster Art und Weise zu modellieren und umzugestalten.

  
 

Bodyart in den 2. Klassen des Sprachengymnasiums

Diese körperbezogene Kunst ist der abschließende Höhepunkt der Unterrichtseinheit NONVERBALE KOMMUNIKATION.
Dem vorausgegangen sind eine Lehrerpräsentation über liturgische Farben und ein medienunterstützter Lehrervortrag über Farbgesetze mit einer praktischen Übung zum 12-er Farbkreis. Interessiert?                
                                                                                                            

Bevor die Schülerinnen und Schüler ans Werk  bzw. an ihre Körper gehen, erhalten sie Inputs durch medienunterstützte Vorträge von den Geschichtelehrern und von dem Lehrer für Kunstgeschichte.
In Auseinandersetzung mit folgenden Themen aus dem Bereich der Bodyart gewinnen die Schülerinnen und Schüler relevante Erkenntnisse:

1. Ursprung der Körperkunst

Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass die meisten Formen von „Körperkunst“ auf traditionelle Rituale zurückgehen.
Gezeigt werden mehrere farbige Beispiele aus verschiedenen Kontinenten wie z.B. Amerika/Indianer mit Kriegsbemalung, Indien/Saduh (Mönche) und mit religiöser Gesichtsbemalung, Australien und Papua-Neuguinea/Aborigines, bzw. Ureinwohner, Afrika/ Stamm der Nyangatom und deren traditionelle Gesichtsbemalung, …

2. Körperkunst in der Freizeit- und Leistungsgesellschaft

Die Schülerinnen und Schüler werden z.B. mit dem täglichen make up, der Faschingskostümierung, den Tätowierungen, den Piercings etc. konfrontiert.
Das Phänomen der Ultras und deren „Körperverwandlung“ werden anhand mehrerer Sportarten wie Fußball, Eishockey etc. aufgegriffen.

3. Körper in der zeitgenössischen Kunst

Berücksichtigung erfährt auch die zeitgenössische Kunst, die sich mit der Körperkunst auseinandersetzt.
Die Schülerinnen und Schüler werden mit mehreren international anerkannten Künstlern vertraut gemacht:

- Liu Bolin, ein chinesischer Fotograf, Bildhauer & Performancekünstler, der sich in die jeweilige Umgebung so integriert, dass man seinen Körper im Bild kaum mehr findet;

- Hermann Nitsch, ein  österreichischer Maler und Aktionskünstler, welcher seit 1971 regelmäßig auf Schloss Prinzendorf mit den „Orgien-Mysterien-Spielen“ für Furore sorgt;

- Orlan, eine französische Künstlerin, die ihren Körper bearbeitet, und mit ihrer Carnal Art den Schönheitswahn bzw. die -operationen kritisiert;

- Erwin Wurm , ein österreichischer Künstler, der mit seinem vordergründig witzigen Werk und mit den One Minute Sculptures Gesellschaftskritik aufblitzen lässt, etc.

Mitschriften und persönliche Gedanken festigen die gewonnenen Erkenntnisse der Schülerinnen und Schüler (portfolio).
 

Dr. Karlheinz Gufler für das FüLa-Team