Vom gelungenen Ergebnis der intensiven einwöchigen Arbeit konnten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer am Tag der Bibliotheken in der Aula Magna der Gymnasien Meran überzeugen. Die Schülerinnen und Schüler Klassen 3K, 4A/So, 4A/Sp und 4C/Sp. tauchten in die Welt des chorischen Sprechens ein. Seinen Ursprung hat diese Form der Darbietung im antiken griechischen Theater.
In einem ersten Schritt haben sich die Klassen in verschiedenen Fächern mit dem Thema „Unendlichkeit“ auseinandergesetzt und es vom geisteswissenschaftlichen bzw. vom naturwissenschaftlichen Ansatz her beleuchtet. In Fach Deutsch z. B. kam das Thema „Die Romantik oder die Entgrenzung“ zur Sprache, in Physik setzte sich eine Klasse mit den Parallelwelten auseinander. Auf der Basis der im Unterricht behandelten Inhalte haben die Referentinnen kreative Schreibübungen für die einzelnen Klassen erstellt. In einem nächsten Schritt produzierten die Jugendlichen in dreistündigen Workshops unter der Leitung der beiden Künstlerinnen eigene Texte, die bei der gemeinsamen Aufführung in Form chorischen Sprechens einen Hörgenuss für das Publikum boten.
Hier eine Kostprobe:
Fragen an die Liebe:
Wie oft musst du dich am Tag zusammenflicken?
Warum verteilen Sie rosarote Brillen?
Sie sehen so aus, als hätten Sie Bauchschmerzen...
Schlafen Sie wenig und wollen nichts mehr unternehmen?
Hast du einen Termin frei? Ich bräuchte ein bisschen von dir...
Was sagst du zu deiner Beziehung zum Herzen: Ist da was dran?
Wie lange willst du noch im Regen stehen, bevor du anfängst darin zu tanzen?

