Am vergangenen Freitag besuchte unsere Klasse 5K des Kunstgymnasiums mit Fachrichtung Grafik gemeinsam mit unseren Lehrpersonen Elisabeth Hölzl und Sonja Sulzer die Ausstellung Not Vital in Brixen. Der Kurator dieser Ausstellung, Architekt Christian Schwienbacher, begleitete uns mit einer spannenden Führung durch die künstlerische Welt von Not Vital. Seine Kunst wird von seinem nomadischen Lebensstil und seinen Reisen beeinflusst. Er denkt über Behausungen, Natur und Tiere nach und darüber, wie Skulpturen und Architektur zusammenhängen. Seine Arbeiten zeigen, wie abstrakte und figurative Formen miteinander verbunden sind. Er arbeitet gerne mit allen möglichen Materialien wie Gips, Stahl, Marmor, Keramik und organischen Stoffen.
Seine Werke zeichnen sich durch einen stark minimalistisch geprägten Stil aus, wobei sie oft von bedeutenden Ereignissen in seinem Leben inspiriert wurden.
„Mir gefiel der Ausstellungsraum sehr gut. Er war groß und weiß und setzte die Werke des Künstlers gut in Szene. Das Gefühl das mir die Kunst von Not Vital vermittelt hat, ist Freiheit. Er schöpft seine Werke woraus und wie es ihm gefällt und erzielt damit Wirkung. Die Idee mit der Spiegelung des Selbst hat sich auch durch die ganze Ausstellung gezogen, begonnen beim Kopf den man als erstes erblickt, wenn man in den Raum gelangt, bis zu seinen Gemälden und den vor diesen angebrachten Glasscheiben.“
„Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung des Kamelkopfes. Christian berichtete uns, dass Not Vital während einer seiner Reisen Zeuge einer Kamelschlachtung wurde. Er nahm den Kopf des Tieres mit nach Hause und fertigte einen Guss davon an“.
„Ich fand, dass diese Ausstellung eine der besten war, die wir bisher besucht haben. Besonders beeindruckt haben mich die kreativen Ideen und die Vielfalt der Werke.“
„Die Kuhfladen waren ein unerwartetes Element. Sie zeigten, wie Not Vital alltägliche Dinge aus ihrer gewohnten Umgebung herausnimmt und in einen neuen Kontext setzt, um sie aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Dabei ging es ihm nicht nur um Humor, sondern auch um die Wertschätzung von Dingen, die sonst kaum Beachtung finden.“
„Ich muss sagen, dass der Künstler Not Vital eine faszinierende Persönlichkeit ist. Alleine, dass dies sein tatsächlicher Name ist, macht ihn irgendwie spannend. Die Verbindung von Skulpturen und Architektur, welche er „Scarch“ nennt, ist etwas was, ich sonst noch nicht gesehen habe.“
„Das Werk, das mich am meisten faszinierte war die überdimensionale Skulptur des Beckenknochens eines Kamels. Diese schmückte die Mitte des großen Raumes. Die Skulptur „Pelvis“, lateinisch für Becken, ist aus Edelstahl gehämmert. Die Komposition widerspiegelt eine Gemeinschaft zwischen Mensch und der Natur.
„Die Kunst von Not Vital wirkt aufs erste verwirrend und unverständlich, doch mit einer Erklärung versteht man die Intensionen und Ideen, die dahinter stecken“
„Die Führung durch Herrn Schwienbacher machte deutlich, wie viel Wert der Künstler darauflegt, dass jedes Werk seine eigene Geschichte erzählt und gleichzeitig Raum für Interpretationen lässt.“
Zum Abschluss wurden wir vom Besitzer Ivo Barth zu einer kleinen Jause mit Getränken eingeladen. Diese nette Geste bot die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre über die Ausstellung und unsere Eindrücke zu sprechen.