In diesen „Geschichten zur neuen Migration in Südtirol“ dokumentiert die Dozentin am Institut für Zeitgeschichte in Innsbruck Pfanzelter mit ihrem Team in 35 Videointerviews die Migrations – und Integrationsgeschichte „neuer“ Südtiroler unterschiedlicher Herkunft.
Besonders spannend für die Schülerinnen und Schüler ist dabei die Tatsache, dass Pfanzelter für das Cover ihres Buches ein Foto aus dem Kalenderprojekt des Vorjahres „In den Kleidern der anderen“ unter der Leitung von Elisabeth Hölzl verwendet hat. Pfanzelter lobt die Gymnasien Meran für ihr Interesse an gesellschaftsrelevanten aktuellen Themen und für die Offenheit und Kreativität der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit der neuen Migration. Bedeutend ist für Pfanzelter v.a. die Thematisierung des Phänomens und das sei besonders mit dem Kalenderprojekt des Kunstgymnasiums gelungen, das Bilder von jungen Südtirolerinnen und Migranten in der Tracht des jeweils anderen gezeigt hatte und medial sehr kontrovers diskutiert worden war. Ebenso kontrovers werde auch das Cover des Buches in Wissenschaftskreisen aufgenommen und das zeuge von der emotionalen Aussagekraft der Arbeiten.
Heute leben Menschen mit 137 unterschiedlichen Nationalitäten in Südtirol, berichtet Pfanzelters Assistentin Sarah Oberpichler, die das Buchprojekt betreut hat, und sicher sei allein, dass es in den Bereichen Immigration und Integration keine „Normalität“ gebe. Die Gesellschaft ist im Wandel und wichtig ist es v.a. die Augen offen zu halten, hinzuschauen und seine Meinung nicht an der oft einseitigen medialen Berichterstattung festzumachen.


