In occasione dell’ampio progetto „Pietre d’inciampo – Stolpersteine“ la biblioteca scolastica ha allestito una mostra di libri sulla Shoah ed ha invitato Mirko Wenter, vicepresident della Comunitá Ebraica, per l’inaugurazione.
Mirko Wenter ist der Sohn der jüdischen Mutter Ester Schmorak und des katholischen Südtirolers Meinrad Wenter.
Er erzählte den beiden anwesenden Abschlussklassen von seinen besonderen Erfahrungen als Jugendlicher, der zwischen zwei Welten aufwuchs. In Meran gab es nur wenige gleichaltrige Juden, mit denen er sich bei den Zusammenkünften der Kultusgemeinde austauschen konnte. In der Schule besuchte er den katholischen Religionsunterricht, um nicht Außenseiter zu sein.
Obwohl er beide Religionen nicht praktiziert, fühlt er sich doch „verpflichtet“, an den Ritualen der beiden jüdischen Hauptfeste (Rosch ha-Schana – Neujahrsfest und Jom Kippur – Versöhnungsfest) teilzunehmen, da der vollständige Ritus nur abgehalten werden kann, wenn zehn erwachsene Männer anwesend sind.
Mirko Wenter unternahm viele Anstrengungen, um seine jüdische Herkunft zu erkunden. Dafür reiste er bis nach Polen und Litauen, wo er enttäuscht feststellen musste, dass die Judenverfolgung viele Spuren seiner Familie gelöscht hatte.
Eine wesentliche Botschaft seiner Ausführungen bestand darin, den jungen Zuhörern zu vermitteln, dass die Herkunft jeden Menschen zwar prägt, aber wirklich bedeutsam nur sein Menschsein ist.

