Oper, Kultur, überteuertes Eis, eine Reise in die Vergangenheit, Stehplätze, Mailand Flair und viel Musik.
Dies alles erlebten wir, die Klasse 3C/som. Nach unzähligen langwierigen Telefonaten, viel Emailverkehr und einer ausgeklügelten Organisation dank des engagierten Einsatzes unserer Professorinnen war es endlich so weit. Der erste lang ersehnte gemeinsame mehrtägige Ausflug stand vor der Tür.
In Begleitung von den Professoren Michela Virgadaula und Simone Pirhofer fuhren wir nach Mailand, um uns in der Skala die Oper ,,La Boheme`` von Giacomo Puccini anzuschauen.
Wir trafen uns am frühen Morgen am Bahnhof Meran und fuhren dann gemeinsam nach Bozen, wo wir in den direkten Zug nach Mailand umstiegen. Nach einer dreistündigen unterhaltsamen Fahrt waren wir angekommen. Wir nahmen die Metro, fuhren bis nach Lambrate FS, „parkten“ unser Gepäck im Hotel Meininger und dann ging es ins Zentrum, direkt vor den Mailänder Dom. In kleinen Gruppen erkundeten wir das Herz Mailands. Gegen 17 Uhr war es Zeit zurückzufahren und sich für die Skala zurecht zu machen.
Um Punkt 20 Uhr fing das 127 Jahre alte Spektakel an. Eine Oper in vier Akten und einem tragischen Ende, die von jungen Studenten spricht, welche sich auf die Freuden des Lebens verlassen, um ihren armseligen Alltag zu überstehen, bis eine junge Dame namens Mimi Licht und Wärme in das Leben von Rodolfo, einem dieser Studenten, bringt. Allerdings hatten wir Sitzplätze in der allerhintersten Reihe und waren gezwungen, die insgesamt drei Stunden über zu stehen, um etwas zu sehen. Noch erfüllt von den unvergesslichen Eindrücken, der magischen Musik und dem Bühnenbild verließen wir das Opernhaus und gingen erschöpft, aber glücklich zurück.
Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam und dann ging es weiter zur ,,Casa Verdi``, einem Rückzugsort für alternde Musiker, welchen der Komponist Giuseppe Verdi im Jahre 1896 gründete. Wir bekamen Einblicke in die Person Verdis und seine Gedanken, erfuhren aber auch Interessantes über die Ideen hinter diesem besonderen Konzept. Auch besichtigten wir die Krypta, in der Verdi und seine Frau begraben liegen.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir abermals in Gruppen, bis es dann Zeit wurde die Rückreise anzutreten. Um 18 Uhr rollte der Zug von Mailand Richtung Bozen.
Trotz einer sehr sehr knappen und rasanten Umsteigzeit in Bozen kamen wir alle pünktlich und wohlbehalten um 22 Uhr am Meraner Bahnhof an.