Am 04. April 2023 besuchten die Klassen 5D/ku, 5K/ku und 5L/ku die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau. Die Klassen wurden in zwei Gruppen zu jeweils 20 Schüler:innen aufgeteilt und wurden in einer 2,5-stündigen Führung über die Geschichte des Konzentrationslagers und der Brutalität des NS-Regimes informiert.
Wir konnten erfahren, wie das Leben der Insassen des KZs vor und während des Zweiten Weltkrieges aussah. Wir besichtigten den „Bunker“, die Gaskammer und die Verbrennungsöfen, sowie weitere Anlagen in der Gedenkstätte. Während der Führung gingen wir in eines der Gebäude, um eine Ausstellung zu besichtigen, in der uns der Aufbau des Konzentrationslagers genauer erläutert wurde. Anschließend gingen wir in einen Raum, wo man die Gefangenen nach ihrer Ankunft geduscht und ihre Köpfe rasierte. Ihnen wurde somit die Individualität genommen. Dabei wurde uns erklärt, mit welchen Symbolen die Häftlinge eingeteilt wurden und was diese bedeuteten. Zudem konnten wir eine Rekonstruktion einer Baracke besichtigt, in der der Alltag der Gefangenen, wie deren Schlafplätze dargestellt wurden. Viele der Gebäude in der KZ-Gedenkstätte wurden nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise abgerissen, aber aufgrund einer Initiative von Überlebenden als Ausstellung wieder rekonstruiert.
Eine bedrückende Stimmung war die ganze Zeit spürbar. Die Gebäudehallen haben bei uns allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dennoch fiel es manchen schwer sich in die Lage der Insassen hineinzuversetzen. Trotz oder gerade aufgrund der vielen Eindrücke war dieser Ausflug eine einzigartige Erfahrung, welche uns weit über diesen Tag hinaus beschäftigt hat.
Wir, die Schüler:innen der drei Maturaklassen des Kunstgymnasiums, bedanken uns herzlich beim Team der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und bei den Museumsmitarbeiterinnen, die uns durch die Gedenkstätte geführt haben.
Autoren: Leonie Renner und Joshua Hanifle