Wanderung auf dem Schluchtenweg im Passeiertal

Wir, die Klasse 3D des Kunstgymnasiums mit Fachrichtung Grafik, nahmen uns am 18. Oktober eine Pause von Grafikdesign und engen Klassenräumen und machten stattdessen einen Ausflug in die Natur - ins Passeiertal, um genauer zu sein, um dort zusammen mit unserer Naturwissenschaftslehrerin Nadia Auer und unserer Begleitperson Katrin Kofler die Welt der Gesteine zu entdecken.

Mit dem Bus fuhren wir bis nach Moos im Passeier und schauten uns zuerst den Stieber Wasserfall an. Wie der Name schon sagt, “stiebt“ der Wasserfall sehr, was so viel wie aufwirbeln und spritzen bedeutet. Deshalb setzten wir unsere Wanderung auch bald fort, um nicht nass zu werden. Danach folgten wir dem Passerschluchtenweg, der über zahlreiche Gitterroste, Brücken, Balkone und kühne Metallkonstruktionen teilweise direkt an der Passer entlangführt. Immer wieder hielten wir kurz an, um die vom Fluss erodierte Passerschlucht zu bewundern. Von einer Ausichtsplattform aus konnten wir auch den Stuller Wasserfall betrachten. Die Stuller Wasserfälle fallen unterhalb von Stuls in zwei Kaskaden, 112 Meter und dann 230 Meter tief und zählen zu den höchsten Wasserfällen Europas.

Im Passeiertal findet man fast nur metamorphes und magmatisches Gestein. Zum Schluss durften wir auch selbst Steine sammeln und bestimmen. Mit einer Übersicht, die bei der Einteilung half, überlegten wir in vierer Gruppen, um welches Gestein es sich handeln könnte. Mit der mitgebrachten Salzsäure konnten wir durch eine chemische Reaktion den Kalkgehalt feststellen. Wenn z.B auf Marmor Salzsäure getröpfelt wird, schäumt sie, weil sie mit dem Kalk im Marmor reagiert und Kohlenstoffdioxid entsteht. Nach der Wanderung entspannten wir uns auf der Wiese und genossen die Herbstsonne.