Schweiz goes Gymme

Schweiz goes Gymme
Schweiz goes Gymme

Die Schweizer Gymnasiasten kamen nach sieben Stunden Zugfahrt aus der zweisprachigen Stadt Biel/Bienne an und belehrten uns, dass entgegen der Vorurteile nicht alle Schweizer unverständlich sprechen, überpünktlich und präzise sind und über ihre Staatsgrenzen nicht hinausschauen. Zum Beweis: Kein Einziger aus der Klasse verstand Schweizerdeutsch, ein Schüler kam zwei Tage später an und von patriotischer Abgrenzung gab es keine Spur.

Am Abend dann die erste Vorstellungsrunde bei den Südtiroler Gastfamilien: Pro Person wurden ein bis drei Schweizer aufgenommen. Durch den 24-stündigen Kontakt mit den Gymme-Schülern und deren Familien wurde die Aufgabe der Woche klar: Deutschsprechen fördern!

Damit dies auch mit Lust und Spaß verbunden war, begann gleich am Samstag das von den Schülern zusammengestellte Programm: Sightseeing in Meran, Abschiednehmen vom Sommer in den Gärten von Trauttmansdorff und Kultururlaub im Après-Club. Wer lange feiert, muss umso länger schlafen – versteht sich, dass der Sonntag also individuell genutzt wurde.

Offiziell wurde die Austauschklasse am Montagmorgen durch den Herrn Direktor begrüßt – und um seitens der Schüler einen guten Eindruck zu erwecken, fand man anschließend ein Buffet vor und durfte kostenfrei an der exklusiven Gymme-Vorstellungstour teilnehmen. Gleich danach: Beachvolleyballturnier in Tirol (nach Überwindung der abenteuerlichen Sesselliftfahrt) stand nun auf dem Programm.

 

Schule am Dienstag erwies sich von der besten Seite: Zusammenarbeiten, diskutieren und referieren. Der ruhige Vormittag war durchaus nötig – denn gleich am Nachmittag begann die Wanderung von Falzeben zur „Meraner Hütte“ inklusive Übernachtung und muskelaufbauenden Hirtennudeln. Abends weder Jägermeister noch Volksmusik: Denn bereits um 5:00 Uhr morgens startete die Sonnenaufgang-Wanderung zum „Großen Mittager“, wobei eine ganze H&M-Filiale an Kleidung nicht gereicht hätte, um die eisige Kälte zu bezwingen.

Am letzten Tag vor der Abreise wurde den Austauschschülern stolz die Südtiroler Metropole Bozen präsentiert: Ötzi mit französischer Führung, Eis und Shopping. Und damit auch ein bisschen Italien dabei war, ging es am Abend zum gemeinsamen Pizzaessen in den "Römer"-Keller Meran. Die Woche sollte auch wirklich unvergesslich bleiben - also besuchten wir anschließend das Exklusiv in Lana.

Freitagmorgen: Nicht die ernstgenommenen Hausaufgaben werden am Frühstückstisch verfasst, sondern die Koffer noch schnell gepackt. Am Meraner Bahnhof hieß es auch schon „Au revoir“…

Aber! „Südtirol goes Gymnase français“ heißt es dann im April - von Schweizer Franken und herzhafter Schokolade berichten wir, die 4C, in Kürze.

Von Jasmin Angler, 4C