Herr Campisi sprach über die Tätigkeiten der Postpolizei: z.B. die Bekämpfung der Online-Kinderpornographie, des Cybermobbings und die Überwachung von sozialen Netzwerken. „Anonymität im Netz gibt es nicht“, so Campisi. Anhand von mehreren krassen Beispielen verdeutlichte er diese Aussage. Er zeigte uns auch mehrere Videoclips, die uns zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregten. Uns wurde bewusst, dass in sozialen Netzwerken niemand eine Privatsphäre hat und auch unser Image auf dem Spiel stehen kann.
Flaming, das sind böse Bemerkungen im Internet, Drohungen und Gewaltverherrlichungen sind strengstens verboten und können im Extremfall auch mit Haftstrafen belegt werden. Eines der häufigsten Verbrechen im Netz ist das Cyber-Mobbing oder Cyber-Bullying. Dabei handelt es sich um Drohungen, Belästigungen und Beleidigungen im Internet, die meist von einer Gruppe gegen ein einzelnes Opfer gerichtet werden. Betroffene Jugendliche können auffällig werden, in die Drogenszene abrutschen oder sich sogar das Leben nehmen.
Amanda Todd, die englische Schülerin, die Suizid beging, ist vielen von uns in Erinnerung. Was aber betroffen macht, ist die Tatsache, dass die Fallbeispiele, die Campisi nannte, aus Südtiroler Schulen stammen.
Auch die Pädophilie ist ein Phänomen, das in Südtirol verbreitet ist. Mithilfe von Fake-Profilen schaffen sogenannte „Kinderschänder“ es, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten. Diese sexuell fehlgeleiteten Menschen locken Kinder und auch Jugendliche mit Hilfe von falschen Versprechen zu sich, um sie anschließend zu missbrauchen.
Die zwei Stunden vergingen wie im Fluge. Herr Campisi schloss seinen Vortrag mit der klaren Aussage: „Seid misstrauisch und vorsichtig im Netz!“
Emanuel und Lena, 1B/so

