Women in Art

Women in Art

“Viele Erzählungen von Künstlerinnen sind im Laufe der Zeit verloren gegangen, sie existieren nur noch im Nebel des Vergessens. Aus diesem Grund widmet sich die Ausstellung “Women in Art" einer Vielzahl von Künstlerinnen aus Meran und der umliegenden Region. Der präsentierte Zeitraum umfasst das 19. und 20. Jahrhundert und beleuchtet Künstlerinnen, die Meran zu ihrem Lebensmittelpunkt machten, sowie solche, die während einer Reise einen Blick auf die Schönheiten der Landschaft warfen. Darüber hinaus werden Künstlerinnen vorgestellt, die Meran vor allem aus gesundheitlichen Gründen als temporären Aufenthaltsort wählten, jedoch aufgrund historischer Ereignisse mehrmals gezwungen waren, die Stadt aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit zu verlassen”.  

Der einleitende Text der Kuratorinnen Eva Gratl und Rosanna Pruccoli zur Ausstellung “Woman in Art” stimmte uns auf die Ausstellung ein.  Am Donnerstag, dem 4. April 2024, machten wir, die Klasse 3k/ku, in Begleitung unserer Lehrpersonen Elisabeth Hölzl und Stephan Fischnaller eine gemeinsame Exkursion in das Palais Mamming Museum. Kaum hatten wir den Eingang passiert, öffnete sich vor uns eine Wand, die mit Porträts der ausgestellten Künstlerinnen geschmückt war. Jede von uns durfte sich eine Künstlerin aussuchen, von der wir zu diesem Zeitpunkt nur den Namen und das Gesicht kannten. Mit einem kleinen Zettel, auf dem der Name stand, machten wir uns selbstständig auf die Suche nach unserer jeweiligen Künstlerin. Die Ausstellung erstreckte sich über das Erdgeschoss und umfasste zwei Räume.  

Nach einer Weile hatten wir alle unsere zugeteilte Künstlerin gefunden, ließen ihre Werke auf uns wirken und lasen aufmerksam die kurzen Erläuterungen zur Geschichte der jeweiligen Künstlerin. Gemeinsam gingen wir von Werk zu Werk, während einige von uns etwas über die ausgewählte Künstlerin vortrugen und wir gemeinsam über die Werke diskutierten. Die Ausstellung erwies sich als sehr facettenreich, jede Künstlerin hatte ihren eigenen Stil, ihre eigene Technik und ihre eigene Geschichte. Wir lernten die ungarische Fotografin Ilka Révai kennen, die in ihrem Fotoatelier in Meran ausdrucksstarke Porträts schuf, die Lehrerin Anni Égösi und ihre Schülerin Elfi Widmoser, die wunderbaren Ölbilder von Maria Radio von Radiis, Emilie Mediz Pelikan und Ellen Tornquist. Im Außenraum fanden wir Künstlerinnen, die sich durch eine modernere Bildsprache ausdrückten: Gina Klaber Thusek, Franca Ghitti, Dorothy Shakespear Pound und Rina Riva.  

Es war sehr interessant, mehr über das Leben der einzelnen Künstlerinnen zu erfahren und ihren Bezug zur Kurstadt Meran zu erkunden. 

Text: Sophia Gumpold 

Fotos: Celine Pfitscher, Leonie Schweitzer