Rollstuhltag

Am 18. November 2021 hatten wir, die Klasse 5H/sob, einen lehrreichen Projekttag mit Moritz, dem Schüler der 3E und seiner Begleitperson Monika. Moritz, der von klein auf im Rollstuhl sitzt, gab uns einen Einblick in den Alltag eines Rollstuhlfahrers. Moritz und Monika erzählten uns in der Klasse allgemein etwas über den Rollstuhl und was zu beachten ist. Sie zeigten uns wie ein Rollstuhl funktioniert und welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Rollstühlen gibt.

Dann wurden uns vier Rollstühle zur Verfügung gestellt und wir bildeten Kleingruppen, in denen wir als Rollstuhlfahrer durch die Stadt fuhren. Wir besuchten unterschiedliche Geschäfte und beobachteten, wie die Leute reagierten. Außerdem erkannten wir, dass für Rollstuhlfahrer viele, für uns alltägliche Dinge zum Hindernis werden.

Was nehmen wir mit?

Wir haben uns vor dem Projekt Gedanken gemacht, welche Schwierigkeiten ein Rollstuhlfahrer zu bewältigen hat. Man unterschätzt, wie viele Hindernisse auf Menschen mit einer solchen Einschränkung zukommen. Allein wie anstrengend es sein kann eine leichte Steigung zu bewältigen. Aber auch, wie aufwändig und mühsam Treppen, Bordsteine und unebene Wege sein können, welche für uns normalerweise kein Hindernis darstellen. Ebenfalls sahen wir die Schwierigkeiten in Gebäuden, wie z. B. das Öffnen von Türen, in einem Geschäft einen Artikel aus dem Regal ganz oben zu holen oder einfach Platzmangel. All diese Probleme werden einem erst bewusst, wenn man selbst in einem Rollstuhl sitzt und die Erfahrung macht. Unsere Klasse war von diesem Nachmittag sehr beeindruckt.

Wir möchten Moritz Pircher und seiner Betreuerin Monika Kind herzlich danken, dass sie sich für uns Zeit genommen haben und uns so diese Erfahrung ermöglicht haben.