Musischer Abend des Klassischen- und Sprachengymnasiums Meran
Nathans Erben: Eigenproduktion frei nach "Nathan der Weise" von Gotthold E. Lessing
Samstag, 12.04.2025 um 19.00 Uhr, Sonntag, 13.04.2025 um 19.00 Uhr
Theater in der Altstadt Meran, feiwillige Spende
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Regie und Dramaturgie: Nadia Schwienbacher, Gesamtleitung: Petra Pichler
Kooperation: Gymnasien Meran und Tida Meran
Ein Theaterstück mit zwei Spielebenen: Lessings “Nathan der Weise” trifft auf seine Erben in der Gegenwart.
Dritter Kreuzzug (1189-1192)
Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge: Der muslimische Sultan Saladin lässt nach der erfolgreichen Rückeroberung Jerusalems alle christlichen Tempelritter hinrichten - bis auf einen. Dieser Tempelherr rettet Recha, Nathans Tochter, aus ihrem brennenden Haus. Der weise Jude Nathan erkennt die Chance zur Versöhnung der Religionen, auch wenn diese vorerst nicht gelingen will. Doch am Ende wird ein Geheimnis gelüftet, das alle Charaktere einander noch näher bringt als gedacht.
Die folgenden Schauspieler:innen erzählen, in sechs wiederkehrenden Rollen, Szenen aus “Nathan der Weise” von Gotthold E. Lessing:
Florian Gutmann - Tempelherr, Radab Naveed - Recha, Jonas Erhart - Nathan, Miriam Mair - Daja, Lorenz Waldboth - Saladin, Olga Fera - Sittah
Nahostkonflikt (2023-2024)
Jerusalem, Hauptstadt Israels, von der israelischen Regierung verwaltet, heilig für die Juden, die muslimischen Palästinenser und das Christentum: Am 07. Oktober 2023 überfallen Kämpfer der islamistischen Terrororganisation Hamas israelische Gebiete an der Grenze zum Gazastreifen. Sie töten und entführen jüdische Männer, Frauen und Kinder. Israel bombardiert daraufhin den Gazastreifen. Damit eskaliert die Gewalt auf beiden Seiten und wird zu einem scheinbar unlösbaren Konflikt für Israelis und Palästinenser.
Die Szenen der Gegenwart sind einzelne Fragmente zu Themen, die Kriege und Konflikte im Generellen begleiten. Die Spieler:innen stellen in jeder Szene unterschiedliche Charaktere dar. Neben realistischen Situationen wird die Übertreibung als Stilmittel verwendet. Es spielen:
Fabian Terzer, Hanna Messner, Hannah Randich, Nico Palma, Noelle Greghi, Theresa Innerhofer, Verena Sibilla
Schauplatz
Jerusalem hat eine lange Geschichte als heiliges Zentrum für alle drei abrahamitischen Religionen und ist ein wichtiger religiöser und kultureller Knotenpunkt.
Judentum: Jerusalem ist für Juden eine heilige Stadt und die Klagemauer ein bedeutender Ort für religiöse Rituale.
Islam: Der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem sind zwei der ältesten heiligen Gebäude des Islams.
Christentum: Christen verehren in Jerusalem zahlreiche heilige Stätten, darunter die Grabeskirche, die als der Ort gilt, an dem Jesus gekreuzigt und begraben wurde.
Die drei Religionen werden auf der Bühne durch drei Farben repräsentiert:
Judentum (blau), Islam (rot) und Christentum (grün).
Die Grenzen zwischen Religionen verschwinden, “wenn ich einen mehr in Euch gefunden hätte, dem es genügt, ein Mensch zu heißen!” (Nathan der Weise)